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Jugendfeuerwehr Husum blickt auf aktives Jahr zurück
06.03.2026Weniger als eine Stunde benötigte der Feuerwehrnachwuchs aus Husum für seine diesjährige Zusammenkunft – und das, obwohl 13 Tagesordnungspunkte auf der Einladung standen. Die stellvertretende Jugendgruppenleiterin Pia Negd begrüßte neben 13 wahlberechtigten Jugendlichen auch zahlreiche Gäste.
Unter ihnen waren Bürgermeister Martin Kindl und Bürgervorsteher Robert Koch. Weitere Gäste kamen vom Polizeirevier Husum, den Jugendfeuerwehren Hattstedt-Wobbenbüll, Simonsberg und Mildstedt sowie von der THW-Jugend. Auch die Freiwillige Feuerwehr Husum war mit Wehrführer Frank Dostal und weiteren Einsatzkräften vertreten. Von der Kreisjugendfeuerwehr nahm der stellvertretende Kreisjugendfeuerwehrwart Jan Hansen teil.
In ihrem Jahresbericht blickte Pia Negd auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Neben den regelmäßigen Ausbildungsabenden standen Ausflüge, unter anderem in den Hansa-Park, sowie die Teilnahme am Zeltlager der Jugendfeuerwehr Hattstedt-Wobbenbüll auf dem Programm. Auch bei Wettbewerben zur Jugendflamme und beim Sportabzeichen waren Mitglieder erfolgreich. Ein besonderer Höhepunkt war zudem das 150-jährige Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Husum.
Erfreulich war die Aufnahme neuer Mitglieder: Ennes Ole Cay, Kiara Eckholdt, Bahne Petersen und Max Hüneke wurden einstimmig aufgenommen. Damit stieg die Zahl der Wahlberechtigten auf 17.
Im Mittelpunkt der Versammlung standen anschließend die Wahlen zu den Führungsfunktionen. Zum Jugendgruppenleiter wurde Sinold Hempel mit 13 Stimmen wiedergewählt, obwohl er nicht anwesend sein konnte. Zur stellvertretenden Jugendgruppenleiterin wurde Paula Boldt mit 9 von 17 Stimmen gewählt. Gruppenführer sind künftig Jason Spieler und Finn Carstensen. Das Amt des Schriftführers übernimmt Felix Raphael Gebhardt, während Tobias Junker für die Kasse verantwortlich ist. Als Gerätewarte wurden Pia Negd und Lian Frahm gewählt.
Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verabschiedete sich die Jugendfeuerwehr von drei Mitgliedern: Laura-Marie Junker, Luca Alexander Magliano und Julian Rescheleit wechseln mit ihrem 18. Geburtstag in den aktiven Dienst der Feuerwehr Husum.
Wechseln in die aktive Wehr:
v.l. Julian Rescheleit, Luca Alexander Magliano und Laura-Marie Junker
Die Auszeichnung „Feuerwehrfrau des Jahres“ erhielt Paula Boldt für ihre besonders engagierte Teilnahme an der Ausbildung.
Stv. Jugendfeuerwehrwartin Chantal Zimmermann überreicht Paula Boldt ihre Auszeichnung
Eine besondere Ehrung erhielt außerdem Ausbilderin Svea Franka Brodersen: Jan Hansen verlieh ihr im Namen des Landesfeuerwehrverbandes Schleswig-Holstein die Leistungsspange der Jugendfeuerwehr in Bronze.
Svea Franka Brodersen wird mit der Leistungsspanne geehrt
Zum Abschluss ergriff Bürgermeister Martin Kindl das Wort. Er lobte das Engagement der Jugendlichen und bedankte sich bei der „tollen Truppe“ für ihren Einsatz.
hintere Reihe v.l.: Chantal Zimmermann, Finn Carstensen, Raphael Gebhardt,
Lian Luca Frahm, Frank Dostal
vorn v.l.: Martin Kindl, Pia Lysann Negd, Jason Spieler, Paula Boldt,
Tobias Junker, Robert Koch
Einweihung der Memminger Straße
22.02.2026In Husum gibt es nun die Memminger Straße. Damit soll die Verbundenheit der Stadt Husum mit der Partnerstadt Memmingen im Allgäu betont und weiter gestärkt werden.
Vor etwa drei Monaten hat Husums Wehrführer Frank Dostal einen entsprechenden Antrag bei der Stadtverwaltung gestellt, die neue Straße hinter dem OBI-Baumarkt mit diesem Namen zu versehen.
Der Ursprung der Freundschaft zwischen der Freiwilligen Feuerwehr Husum und ihren Kameradinnen und Kameraden aus Bayern reicht mehr als 50 Jahre zurück. Im Jahr 1968 wurde der bayerische Oberst Konrad Knabe nach Husum versetzt und lernte die Husumer Jugendfeuerwehr kennen und schätzen. Da es zu dieser Zeit in Bayern noch keine Jugendabteilungen in den Feuerwehren gab, trafen sich bald Delegationen aus beiden Städten. 1970 entstand so in Memmingen die erste bayerische Jugendfeuerwehr nach schleswig-holsteinischem Vorbild. Bis heute gilt die Regel: „Jeder Jugendliche muss mindestens einmal während seiner Jugendfeuerwehrzeit die jeweilige Partnerstadt besucht haben.“
In einem Festakt, der für die Einweihung einer neuen Straße eher selten ist, enthüllte Husums Bürgermeister Martin Kindl das neue Straßenschild. Eine 15-köpfige Abordnung der Memminger Feuerwehr war aus Bayern angereist, um am Biike-Brennen und natürlich an der Einweihung teilzunehmen. Aus Husum waren Vertreter der Stadt, Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr und der befreundeten Hilfeleistungsorganisationen dabei. Als besonderes Gastgeschenk überreichten die Memminger zwei miteinander verbundene Schlauchstücke, auf denen die Namen beider Feuerwehren standen – ein Zeichen ihrer engen Verbindung. Bürgermeister Martin Kindl übergab den Vertretern aus Memmingen eine Husumer Stadtflagge. Zusätzlich übereichte Frank Dostal ein Straßenschild mit der Aufschrift „Husumer Straße“, welches als „Anregung“ für die städtebaulichen Planungen in Bayern dienen soll. Das Wetter war allerdings kalt und regnerisch – doch freundlich wurde es als „nordfriesischer Frühling“ bezeichnet.
Bürgermeister Martin Kindl enthüllt das neue Straßenschild
v.l. Frank Dostal und Frank Greiner, Vereinsvorsitzender der FF Memmingen
v.l. Frank Dostal, Wehrführer der FF Husum
Frank Greiner, Vereinsvorsitzender der FF Memmingen,
Andreas Land, stellv. Landesjugendfeuerwehrwart Bayern,
Martin Kindl, Bürgermeister der Stadt Husum,
Jürgen Kolb, Feuerwehr-Referent aus Memmingen
Die Memminger Delegation
Trauer um Johannes Clausen
16.01.2026
Abschied aus der Einsatzabteilung nach 51 Jahren Feuerwehrdienst
28.12.2025Auch wenn so manche Einsatzkraft diesen Moment gerne länger hinausschieben würde, das Landesbrand- und Katastrophenschutzgesetz gibt es vor: Zum Ablauf des Jahres, in welchem man das 67. Lebensjahr vollendet, muss man aus dem aktiven Dienst der Feuerwehr ausscheiden.
Zum 31.12.2025 ist damit das Ende des aktiven Einsatzdienstes für Hauptlöschmeister Wilfried Ketelsen erreicht. Der Kamerad trat am 01.01.1974 in die Einsatzabteilung der damaligen Feuerwehr Schobüll ein. Neben unzähligen Einsätzen hat er viele weitere Ausgaben übernommen, so war er u.a. Gerätewart, von 2011-2013 stellvertretender Ortswehrführer in Schobüll und seitdem stellvertretender Zugführer.
Die Kameraden vom Standort Schobüll haben es sich natürlich nicht nehmen lassen, ihren Willi gebührend zu verabschieden und überraschten ihn an diesem Sonntagvormittag Zuhause, wo sie in nahezu voller Personalstärke mit den Einsatzfahrzeugen vorfuhren.

Zum vielleicht letzten Mal – sollte bis Silvester kein Einsatz mehr erfolgen - durfte der Kamerad in seine Einsatzschutzkleidung steigen und sich hinters Steuer des Löschfahrzeugs setzen. Nach einer kleinen Ortskontrollfahrt ging es zur Feuerwache in Schobüll, wo noch eine kleine feuerwehrtechnische Aufgabe und ein Feuerwehr-Quiz auf ihn warteten.

Wie Zugführer Timo Ketelsen in seiner Abschiedsrede und auch Wehrführer Frank Dostal in der anschließenden Ansprache betonten: Wilfried Ketelsen hat sich über all die Jahre in seiner Feuerwehr sehr verdient gemacht und diese mitgeprägt. Man wird ihn in der aktiven Wehr sehr vermissen, aber weiterhin auf seine Anwesenheit bei Übungsdiensten und der einen oder anderen Unterstützung aus dem Hintergrund hoffen. Denn eine Feuerwehr in Schobüll ist ohne den Kameraden Wilfried Ketelsen nicht denkbar.
Neuer Gerätewagen für die Feuerwehr Husum
17.12.2025Wenn die Feuerwehr ein neues Fahrzeug erhält, wird es nicht einfach geliefert, sondern feierlich in Dienst gestellt. Zu diesem Zweck war eine Abordnung der Stadt Husum mit Husums Bürgervorsteher Robert Koch und Bürgermeister Martin Kindl an der Spitze auf die Feuerwache in den Marienhofweg gekommen.
In der großen Fahrzeughalle stand nun einsatzfertig der neue Gerätewagen Logistik oder kurz GW-L bereit, für den Husums Wehrführer Frank Dostal symbolisch den Schlüssel überreicht bekam. Das neue Fahrzeug löst seinen veralteten Vorgänger ab und bringt zahlreiche Verbesserungen mit. So konnte Frank Dostal viele technische Merkmale des neuen Schmuckstücks aufzählen: Volvo-Fahrgestell mit 14 t zulässiger Gesamtmasse, 257 PS starker Motor, eine Hebebühne mit 2 t Tragkraft und ein 5,50 Meter langer Laderaum für bis zu 15 Rollwagen mit Einsatzmaterial.
Bei Einsatzlagen wie Großbränden, Verkehrsunfällen, Sturm oder Starkregen wird das Fahrzeug benötigt, um die Logistik an der Einsatzstelle sicherzustellen und benötigtes Material zu transportieren wie z.B. Pumpen, Schläuche, Löschmittel, Atemschutzgerät, Werkzeuge, Verpflegung und vieles mehr.
Mit dem neuen LKW ist die Feuerwehr damit sehr gut von der Stadt Husum ausgestattet worden. Doch die moderne Technik wäre ohne Schulung nicht von Wert. Ab 2026 werden die Einsatzkräfte der Wehr in zwei Ausbildungsmodulen mit dem neuen Fahrzeug vertraut gemacht.
Schlüsselübergabe für das neue Gefährt
v.l. Robert Koch, Frank Dostal und Martin Kindl
Viel Platz im neuen Laderaum











