Nachrichten von der Freiwilligen Feuerwehr Husum

informationen UND BERICHTE

Hier informieren wir Sie über Veranstaltungen, Neuigkeiten, Personen und Interessantes.


Die Fraktionsgemeinschaft von CDU Stadtfraktion und FDP übergibt Spende

10.12.2020 - Husum

Die Fraktionsgemeinschaft von CDU Stadtfraktion und FDP verzichtet in diesem Jahr bedingt durch die Corona Pandemie auf ihre alljährliche Weihnachtsfeier. Diese findet statt für die Fraktionsmitglieder und ihre Partner als Dankeschön für die geleistete Arbeit und für die Geduld der Partner, die erst diese Freiräume für die Politik möglich machen, so der Fraktionsvorsitzende Christian Czock.

Die Fraktion hat entschieden, dass in diesem Jahr das Geld für die Weihnachtsfeier für die Freiwillige Feuerwehr Husum gespendet werden soll, um die Arbeit der Freiwilligen in der Feuerwehr zu würdigen und zu unterstützen. Die Spende kommt aus der Fraktionskasse, in die die Mitglieder der Fraktion monatlich einzahlen um die Fraktionsarbeit zu ermöglichen.

Die Spende in Höhe von 500 EUR ist für uns kein geringer Betrag und wir freuen uns, wenn wir damit die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr wertschätzen und unterstützen können, so der Fraktionsvorsitzende Christian Czock abschließend.

Bei der Übergabe anwesend waren der Wehrführer der FF Husum Frank Dostal, der Fraktionsvorsitzende Christian Czock und seine beiden Stellvertreter Birgitt Encke und Martin Kindl sowie für die FDP das Fraktionsmitglied Norbert Pfeiffer.

Text und Bild Christian Czock


Gerüste Raus, Feuerwehr rein

24.11.2020 - Husum

Jörg Wibling und sein Sohn Jörn sind Feuerwehrmänner durch und durch. Seit Ende März sieht man sie im Fall eines Alarms noch schneller an der Feuerwehrwache ankommen als sonst und das aus gutem Grund: Ihre gewerbliche Halle in der Schleswiger-Chaussee wurde Corona-bedingt kurzerhand zur Feuerwehrwache umfunktioniert.

Husum hat damit drei Feuerwehr-Stützpunkte: Im Ortsteil Schobüll, im Marienhofweg und – auf Zeit - bei der Firma Wibling in Husum. „Wir haben uns im kleinen Kreis darüber Gedanken gemacht, wie wir die Ansteckungsgefahr und die Verschleppung des Corona-Virus eindämmen können, um voll einsatzfähig zu bleiben. Jörg Wibling bot spontan seine Halle an“, erzählt Wehrführer Frank Dostal immer noch begeistert über die Idee. Auf Miet-Einnahmen verzichtet die Familie, denn für sie ist es Ehrensache, die Feuerwehr in dieser besonderen Situation zu unterstützen.

Innerhalb von etwa 36 Stunden zogen einige der Feuerwehrleute mit Sack und Pack vom Marienhofweg um, der Dienst konnte demzufolge umgehend am neuen Stützpunkt aufgenommen werden. Einziges Manko ist der Mehraufwand für die Gerätewarte, denn diese fahren fast täglich zwischen den Feuerwachen hin und her, um die Einsatzfähigkeit aller drei Standorte zu gewährleisten.

Dort, wo sonst vieles von Wiblings Bau- und Gerüstbauunternehmen untergebracht ist, stehen nun Feuerwehrfahrzeuge sowie Ausrüstungsgegenstände der Wehr, inklusive Kleidung und was sonst noch so gebraucht wird. Kameradinnen und Kameraden halten sogar auf dem Firmengelände Übungseinheiten ab und fühlen sich alle „sehr gut aufgenommen“, freut sich der Wehrführer.

Für Bürgervorsteher Martin Kindl und Bürgermeister Uwe Schmitz war es eine Selbstverständlichkeit, direkt vor Ort „Danke“ an die Familie Wibling zu sagen. Im Namen der gesamten Stadt versteht sich, denn die Freiwillige Feuerwehr ist für alle Bürgerinnen und Bürger da und zwar rund um die Uhr. „Danke, dass sie ihr Gelände und die Halle zur Verfügung stellen. Sie tragen damit maßgeblich dazu bei, dass unsere Feuerwehr nach wie vor voll aktiv sein kann“, so Bürgermeister Uwe Schmitz, der Jörg Wibling ein Geschenk übergab.

Der Wehrführer überreichte Susanne Wibling einen Blumenstrauß, ebenso als Dankeschön. Wie es der Zufall wollte, gab es nur kurze Zeit später einen Alarm, so dass sich der Bürgervorsteher und Bürgermeister vom schnellen Ablauf der Einsatzkräfte ein Bild machen konnten. Jörn Wibling hatte sich in Windeseile umgezogen und stand schon parat für seine herbei eilenden Kameraden. Er verteilte Mundschutze und nach Desinfektion der Hände sowie einem schnellen Kleidungstausch startete auch schon ein Einsatzfahrzeug mit Blaulicht Richtung Stettiner Straße.

„Es ist ein sehr gutes Gefühl zu wissen, dass unsere Feuerwehr im Fall des Falles sofort zur Stelle ist“, waren sich Martin Kindl und Uwe Schmitz einig.

 

Text und Foto © Simone Mommsen (Stadt Husum)


Neuer Anhänger für die Feuerwehr

17.11.2020 - Husum

Wir schreiben das Jahr 1985, Helmut Kohl ist Bundeskanzler und in der Bundesrepublik bezahlt man mit der D-Mark. In Husum bauen die hauptamtlichen Gerätewarte in diesem Jahr einen Anhänger für die Feuerwehr Husum. Dieser wird dringend benötigt, um Material zu transportieren.

Genau diese Aufgabe hat er seit nun mehr 35 Jahren zuverlässig erfüllt. Diese Woche konnte ein Nachfolger in Dienst gestellt werden. Bei der Firma AMW Heinrich Otto GmbH in Husum wurde ein Tandem-Achs-Anhänger der Firma Saris erworben. Damit dieser auch gleich als Anhänger der Feuerwehr Husum erkennbar ist, sponserte AWM die Beklebung und auch einen Gerätekasten, um Spanngurte und Sicherungsnetze ordentlich unterzubringen. Hierfür unseren ganz herzlichen Dank!

Dann bleibt nur abzuwarten, wie sich dieser Anhänger in den nächsten 35 Jahren schlagen wird.

Mein Dank gilt auch allen an der Fahrzeugbeschaffung beteiligten Personen und Firmen sowie der Kommunalpolitik, besonders dem Hauptausschuss und Finanzausschuss für die notwendigen Beschlüsse und Bereitstellung der finanziellen Mittel.


Neuer ELW für die Feuerwehr Husum

24.10.2020 - Husum

 

„Es ist ein modernes und, wie ich meine, ein gut gelungenes Fahrzeug, das seinen Schwerpunkt in der Einsatz-Taktik hat“, freute sich Frank Dostal, Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Husum, über den neuen Einsatzleitwagen.

Treffpunkt der Übergabe war die Feuerwache im Marienhofweg, wo sich Feuerwehrkameraden, Bürgervorsteher Martin Kindl, Birgit Encke vom Stadtverordnetenkollegium sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung im kleinen Rahmen trafen.

Der neue Mercedes Sprinter dient der Führung und Koordination von Einheiten der Feuerwehr in besonderen Lagen. Im Wesentlichen wird die Einsatzleitung bei der Abwicklung und Dokumentation des Geschehens am Einsatzort unterstützt. Außerdem dient es der Informationsgewinnung und ist dafür mit Telefon, Digital-Funk, Fax und Internet ausgerüstet. Vier Einsatzkräfte finden drinnen Platz. Die beiden Vordersitze lassen sich komplett drehen, so dass alle am fest verbauten Tisch gemeinsam arbeiten können.

„Das Fahrzeug löst unseren mittlerweile 18 Jahre alten Mercedes Sprinter ab, der technisch in die Jahre gekommen und anfällig für Reparaturen geworden ist. Wir werden unser Vertrauen auf Zuverlässigkeit, Sicherheit und Langlebigkeit ab sofort in den motorisierten Nachfolger setzen“, so der Wehrführer, der die Ausstattung des neuen ELW umfangreich vorstellte.

Außerdem bedankte er sich bei allen Personen, Institutionen und Firmen, die an der Beschaffung des neuen ELW beteiligt waren. Unter anderem der Kommunalpolitik für den Beschluss zur Neuanschaffung und die dafür benötigten finanziellen Mittel sowie dem Ordnungsamt für die Abwicklung der vergaberechtlichen und finanziellen Angelegenheiten.

Ein besonderer Dank ging an Ron Feßler von der städtischen IT-Abteilung, der zahlreiche Stunden in die Installation sämtlicher Daten sowie Programme gesteckt und immer eine Lösung für spezielle Anforderungen parat hatte.

Text & Bild: Simone Momsen Stadt Husum

Foto: FF Husum


Der heiße Draht - Ausbildung mit der Drehleiter

09.10.2020

                     Noch ist alles im Eimer

Die Aus- und Weiterbildung bei der Feuerwehr steht auch während der Corona-Pandemie nicht still. So trafen sich einige Kameraden an zwei Abenden - nach Löschzügen getrennt - zu einem Sonderdienst auf der Feuerwache im Marienhofweg.

Auf dem Dienstplan stand die Auffrischung der Module 1 und 2 der Drehleiterausbildung, welche durch den stellv. Wehrführer Alex Mumm ausgearbeitet wurden. Das Modul 1 beinhaltet die technische Beladung sowie die Abstützung, das Modul 2 die Bedienung der Drehleiter aus dem Rettungskorb heraus.

An diesen Abenden sollte eine Art Parkour, vergleichbar mit dem „heißen Draht“ bewältigt werden, wobei zwei Einsatzkräfte die Drehleiter aus dem Rettungskorb heraus bedienten. Die Aufgabe bestand darin, einen mit Wasser gefüllten Eimer aufzunehmen, auf einer vorgegebenen Linie, die aus zwei C-Schläuchen bestand, abzufahren und am Ende mit der Kranfunktion den Eimer auf dem Übungsgerüst abzusetzen.

Das Ausbildungsziel war es, die bereits erlernten Handgriffe zu festigen und sich mit den Funktionen der Drehleiter weiter vertraut zu machen.  


Mehr Sicherheit im Straßenverkehr: Abbiegeassistent bei der Feuerwehr

03.10.2020 - Husum

Wenn es um Sicherheit geht, sind die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr immer ganz vorne mit dabei. Sie sind gut ausgebildet, Üben regelmäßig unterschiedlichste Szenarien und sind dadurch selbstsicher während ihres Handels. Die Sicherheit von betroffenen Personen während der Feuerwehreinsätze haben sie ebenso stets fest im Blick.

Mit dem Einbau von sogenannten Abbiegeassistenten für die schweren Einsatzfahrzeuge geht die Wehr nun noch einen Schritt weiter. „Der Einbau dieser Technik basiert auf einer Präventiv-Maßnahme. Eine Einsatzfahrt mit Blaulicht und Martinshorn ist immer etwas besonders und verlangt höchste Konzentration des Maschinisten im Straßenverkehr. Das System ist ein weiteres Stück Sicherheit für alle. Der Abbiegeassistent erkennt auch Gegenstände, die beim Abbiegen auf gleicher Höhe, also im Winkelbereich liegen“, erläutert Wehrführer Frank Dostal.

Bei einem virtuellen Besuch der Berufsfeuerwehr in Flensburg nahmen er und Gerätewart Nils Oestreich die Abbiegeassistenten in Augenschein und erfuhren dort, dass es eine finanzielle Förderung für die Technik gibt.
Diese beträgt 80 Prozent der entstandenen Kosten, wobei Nutzfahrzeuge mit über 3,5 Tonnen Gesamtgewicht förderfähig sind. Die Förderrichtlinie stammt vom Bundeministerium für Verkehr und Infrastruktur, abgewickelt wird das Verfahren durch das Bundesamt für Güterverkehr (BAG).

Pro Fahrzeug kostet die Anschaffung eines Abbiegeassistenten inklusive Einbau annähernd 1500 Euro, die Husumer Wehr stattete kürzlich vier Fahrzeuge damit aus. Eine gute Investition, wie Bürgermeister Uwe Schmitz meinte. „Die Installation dieser Technik ist auch ein Stück Fürsorgepflicht des Dienstherrn. Die Kameradinnen und Kameraden werden durch ihr Ehrenamt zeitlich und emotional gefordert. Dank des technischen Assistenten haben sie nun auch ein Stück mehr Sicherheit im Straßenverkehr und sind, so hoffe ich, weniger Belastungen ausgesetzt, die mögliche Unfälle ohne derart Unterstützung mit sich bringen können.“

Am 5. Januar 2020 ist die EU-Verordnung (Nummer 2019/2144) über die allgemeine Sicherheit und den Schutz der Fahrzeuginsassinnen und Fahrzeuginsassen sowie von ungeschützten Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern in Kraft getreten. Entsprechend dieser Verordnung ist ab Juli 2022 für neue Fahrzeugtypen und ab Juli 2024 für neu zugelassene Fahrzeuge die Ausrüstung mit Abbiegeassistenz-Systemen verpflichtend vorgeschrieben, die den Lkw-Fahrer beim Abbiegevorgang gezielt unterstützen, wenn Radfahrerinnen und Radfahrer bzw. Fußgängerinnen und Fußgänger übersehen werden könnten.

Die Feuerwehr Husum hatte den Einbau in bereits vorhandenen Fahrzeugen für die kommenden Jahre nach und nach vorgesehen. Aufgrund der Förderung, die bislang nur bis zum 15. Oktober dieses Jahr angekündigt ist, wurde die Maßnahme vorgezogen.

 

Text und Bilder: Simone Mommsen Stadt Husum

Vielen Dank an Simone Mommsen von der Stadt Husum für die tolle Zusammenarbeit