Freiwillige Feuerwehr Husum
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AKTUELLE MELDUNGEN

Ein Aktionstag im Autohaus

30.09.2017 - Husum


        Die Feuerwehren Husum und Viöl demonstrieren
               Technische Hilfe bei Verkehrsunfällen

Für die Besucher des „Herbstfestes“ eines Husumer Autohauses bot sich ein ganz besonderer Anblick. Hier wurden nicht nur Fahrzeuge mit neuster Technik angeboten, sondern auch mit Schere und Spreitzer fachmännisch zerlegt.

Sicherheit beim Autofahren umfasst eben auch die schnelle Hilfe bei Unfällen. Dies ist eine immer wichtiger werdende Aufgabe der Feuerwehren. Die Feuerwehr Husum wird mehrmals im Jahr zu Verkehrsunfällen alarmiert, bei denen Personen aus ihren Fahrzeugen befreit werden müssen. So demonstrierten die Husumer Kameradinnen und Kamerden sehr anschaulich, wie eine eingeklemmte Person gerettet wird. Tatkräftig unterstützt wurden sie dabei von der Freiwilligen Feuerwehr Viöl.

In Notfällen insbesondere auch bei Verkehrsunfällen helfen die Freiwilligen Feuerwehren.


Der Husumer Golfclub spendet für die Jugendfeuerwehr

31.08.2017 - Husum

Die Husumer Jugendfeuerwehr freut sich über die Möglichkeit, einen nagelneuen Erste-Hilfe-Rucksack zu erwerben. Sicherheit ist auch beim Nachwuchs eine wichtige Aufgabe und so soll das neue Utensil ständiger Begleiter bei der Ausbildung, auf Fahrten und bei Zeltlagern sein.

Möglich wird der Ankauf durch eine Spende des Husumer Golfclubs, der 400 Euro aus den Einnahmen einer Tombola spendete. Diese wiederrum wurde mit Preisen ausgestattet, die die Husumer Geschäftswelt spendete.

Christina Vogler, Organisatorin der Tombola, überreichte dann die 400 Euro für den Ankauf an Jugendgruppenleiter Lasse Paysen. Im untenstehenden Bild ist ein vergleichbarer Rucksack zu sehen, der bei der aktiven Wehr zur ständigen Fahrzeugbeladung gehört.

 

v.l. Marten Vogler, Lasse Paysen, Holger Schäfer,
Christina Vogler, Tobias Bispeling, Nele Jensen, Michael Eckholdt,
Britta Cohrs

© Text Rainer Ueth, Foto Heike Klein

 


Besser, man hat einen Kameraden, als tausend Freunde im Netz

13.08.2017

Der Wert der Kameradschaft wurde mehrfach deutlich auf dem Empfang anlässlich des 60jährigen Jubiläums der Jugendfeuerwehr Husum. Rund 200 geladene Gäste seitens der Feuerwehr und Jugendfeuerwehr Husum, diverser befreundeter Feuerwehren, Vertreter der Jugendfeuerwehr auf Kreis- und Landesebene, der Politik, der Sponsoren sowie der Presse waren am 5.8.2017 gerne der Einladung in den Marienhofweg gefolgt.

Die Jugendabteilung, der derzeit 25 Mitglieder angehören (6 Mädchen und 19 Jungen) war 1957 gegründet worden.

Aus jedem Jahrzehnt hatte man damalige bzw. derzeitige Nachwuchskräfte eingeladen, welche ihre Erfahrungen schilderten. Moderiert wurde dies von Hans-Peter Johannsen, Ehrenmitglied der Feuerwehr Husum.

Holger Herbst berichtete von den Anfängen, als eine eigene Jugendabteilung noch eine Seltenheit war und unter einfachsten Bedingungen bestehen musste. Für die nächsten Jahrzehnte standen Karl-Heinz Hansen und Norbert Bies Rede und Antwort. Hierbei ging es nicht nur um Ausbildung und Freizeitgestaltung, sondern auch um ernste Themen, wie am Beispiel von Norbert Bies hinsichtlich der Schneekatastrophe 78/79 deutlich wurde.


        Jugendgruppenleiter Lasse Paysen am Rednerpult

Dennoch spielte die Kameradschaftspflege von Anfang an eine große Rolle. So wurde, auch vom derzeitigen Jugendwart Tobias Bispeling, von diversen Zeltlagern insbesondere auf Pellworm erzählt. Einige Anekdoten bekamen die Gäste zu hören, als es um Details ging waren sich aber alle einig: „Was auf Pellworm passiert, bleibt auf Pellworm“.

Das nächste Jahrzehnt wurde vertreten durch Karen Sarrazin, einst das erste Mädchen in der Jugendfeuerwehr. Sie berichtete, dass sie von Anfang an gleichwertig in die Reihen der Jugendlichen aufgenommen und akzeptiert wurde, weitere Mädchen folgten daher bald.

Den Abschluss machten Nele Jensen und Niklas Korte, die gemeinsam die aktuelle Jugendfeuerwehr vertraten. Die beiden Jugendlichen erläuterten den zahlreichen Zuhörern, wie die Ausbildungsdienste gestaltet werden und konnten die andauernde Bereitschaft der Jugendfeuerwehrangehörigen, sich einzubringen und an den Diensten teilzunehmen, bestätigen.


      v.l. Karl-Heinz Hansen, Niklas Korte, Nele Jensen,
        Tobias Bispeling, Karen Sarrazin, Norbert Bies
                           und Holger Herbst

Auffallend war, dass viele der ehemaligen Jugendfeuerwehrangehörigen in der Feuerwehr oder in anderen Hilfeleistungsorganisationen ihren Weg gemacht haben. Man sprach hier mehrfach vom „Ehrenamts-Gen“, das man nicht wieder loswird.

Zwischendurch wurden immer wieder zahlreiche Grußworte gesprochen. Bürgermeister Uwe Schmitz betonte hierbei, dass in der Jugendfeuerwehr noch Werte vermittelt werden, die in der heutigen Gesellschaft leider oftmals zu kurz kommen. Werte wie Hilfsbereitschaft, Pflichtgefühl, Verantwortungsbewusstsein und Kameradschaft.

Sehr passend hierzu zitierte Heinz Maurus, Kreispräsident des Kreises Nordfriesland, aus einer Reportage über die Marine: „Besser, man hat einen Kameraden, als 1000 Freunde im Netz“

Neben diversen Grußworten gab es für die Jugendfeuerwehr aber auch reichlich Präsente, die der Jugendgruppenleiter Lasse Paysen stellvertretend dankend entgegennahmen.

Schließlich schloss der Jugendwart Tobias Bispeling die Veranstaltung mit dem Motto der Jugendfeuerwehr: „Jung und stark die Wehr für die graue Stadt am Meer“.

© Text Heidi Petersen, Fotos Stephan Otto


Großzügige Spende für die Jugendfeuerwehr Husum

26.07.2017

Das Ingenieurbüro Thiesen + Bremser aus Husum feierte in diesem Jahr sein 50jähriges Firmenjubiläum. Die Inhaber hatten Ihre Gäste und Geschäftsfreunde gebeten, zu diesem Anlass auf angedachte Geschenke zu verzichten und alternativ für einen guten Zweck zu spenden.

Neben der Ev. Familienbildungsstätte wurde hierbei auch die Jugendfeuerwehr Husum mit einer großzügigen Spende in Höhe von 2.070,00 EUR bedacht.

                     

Gerne nahmen der Jugendfeuerwehrwart Tobias Bispeling (li.) und einige Angehörige der Jugendfeuerwehr die Spende von Udo und Bettina Thiesen entgegen. Die Jugendfeuerwehr Husum bedankt sich im Namen aller Kameradinnen und Kameraden für diese finanzielle Unterstützung. 


Dieses Projekt ist etwas ganz Besonderes

21.07.2017 - Husum

Es war ein ganz besonderer und teils emotionaler Akt: Die Übergabe des behindertengerechten Fahrzeugs an den verunfallten Jugendfeuerwehrkameraden Marvin Kuhn und seine Eltern. Möglich gemacht hatten dies unzählige Spenden im Rahmen eines Crowdfunding-Projektes der Husumer Volksbank.


      Sven Bethune vom Rotary-Club Husum übergibt
         Sönke Kuhn offiziell die Fahrzeugpapiere

Doch von Anfang an: Im Mai 2016 hatte der damals 16-jährige Marvin, ein Mitglied der Jugendfeuerwehr Husum, einen schweren Verkehrsunfall mit seinem Motorroller. Durch das dabei erlittene Schädel-Hirn-Trauma lag der junge Kamerad über fünf Monate im Koma. Kurz nach seinem 17. Geburtstag wurde er von den Ärzten in der Fachklinik für Neurologie in Geesthacht für wach erklärt.

Damit begann ein langer, oftmals schwerer und noch andauernder Genesungsprozess für Marvin, wobei ihn seine Eltern unermüdlich unterstützen. Er musste fast alles - wie selbst schlucken und sprechen - neu lernen und hat bereits große Fortschritte erzielt. Seine Mutter gab ihre Berufstätigkeit auf, um rund um die Uhr für ihn da zu sein. Bald soll Marvin dauerhaft aus dem Rehabilitationszentrum in Geesthacht nach Hause zurückkehren. Hierfür ist die Familie bereits in eine neue, ebenerdige Wohnung umgezogen. Viele Hilfsmittel, die Marvin das Leben erleichtern, werden zwar zu einem großen Teil von der Krankenkasse übernommen, auf vielen Kosten bleiben die Kuhns aber selbst sitzen.

Ein wichtiger Punkt, der große Sorge bereitete, war die erforderliche Mobilität. Nötig war ein größeres Fahrzeug, um Marvin mit seinem Rollstuhl transportieren zu können. Hier kam Nadine Christer ins Spiel. Sie lernte die Familie Kuhn in der Einrichtung in Geesthacht kennen, wo auch ihr Sohn Maximilian behandelt wird. Zwischen den beiden Müttern entwickelte sich bald eine enge Bindung und in Frau Christer reifte der Wunsch heran, hier zu helfen. Nach vielen Überlegungen und Gesprächen nahm Frau Christer Kontakt zum Rotary-Club in Husum auf und eine beispiellose Spendenaktion nahm ihren Lauf.


                   Nadine Christer (li) und Sandra Kuhn
                     lernten sich in Geesthacht kennen

Über die Crowdfunding-Plattform der Husumer Volksbank wurde durch den Rotary-Club ein Projekt gestartet, mit dessen Hilfe ein neuwertiger Caddy mit Heckausschnitt und Auffahrrampe beschafft werden sollte. Kostenpunkt: 29.990 EUR.

Die Feuerwehr und die Jugendfeuerwehr Husum unterstützten dieses Projekt u.a. durch das vielfache Verbreiten in den sozialen Medien. Nach und nach – auch unterstützt durch die örtliche Presse - nahm die Aktion Fahrt auf und Anfang Juni konnte Familie Kuhn aufatmen: Die erforderliche Spendensumme war zusammengekommen und wurde bis zum Ende der Spendenaktion sogar überschritten.

Am vergangenen Freitag den 21. Juli 2017 konnte das Fahrzeug im Rahmen einer kleinen Feier auf der Feuerwache Husum im Beisein von Marvin offiziell an die Familie übergeben werden. Herr Sven Bethune, Präsident des Rotary-Clubs Husum, übergab die Fahrzeugpapiere und Schlüssel im Beisein zahlreicher Gäste seitens der Rotarier, der Feuerwehr, der Volksbank, Vertretern der Presse sowie Freunden der Familie, mit dabei natürlich die Initiatorin Nadine Christer.

Ein weiterer finanzieller Zuschuss wurde überreicht durch Herrn Thomas Quint, den Leiter der „Flaming-Stars Schleswig-Holstein“, sowie durch den Kameraden Christoph Lund, den Kreisbeauftragten für Nordfriesland. Die Feuerwehr-Biker hatten die Erlöse aus ihrer diesjährigen Spendenaktion in Höhe von 522,00 EUR ebenfalls Marvin zukommen lassen. Denn es war klar: Neben dem nun angeschafften Fahrzeug sind noch zahlreiche weitere „Löcher zu stopfen“.

Gemeindewehrführer Jürgen Jensen zeigte sich sehr beeindruckt durch die große Solidarität und Unterstützung so vieler Mitmenschen, die durch ihre Spenden dazu beigetragen haben, dieses finanziell sehr anspruchsvolle Projekt zu stemmen. Wie viele andere hatte er zu Beginn der Aktion aufgrund der Größenordnung nicht recht an einen Erfolg zu hoffen gewagt.

Er bedankte sich bei allen Beteiligten und überreichte als kleines symbolisches Dankeschön an Nadine Christer und an die Ansprechpartnerin für das Crowdfunding bei der Volksbank, Frau Patricia Sönksen, eine Anstecknadel mit der Jugendflamme. Diese – eigentlich ein Leistungsabzeichen der Jugendfeuerwehren – sollte hier verdeutlichen, dass Menschen auch für eine gute Sache „brennen“ können und sich selbstlos für andere einsetzen.

Herrn Bethune und Herrn Thoroe von den Rotariern, sowie Herrn Retzlaff – Bereichsleiter Privatkunden bei der Husumer Volksbank - überreichte er eine Feuerwehr-Krawattennadel verbunden mit der Hoffnung, dass die Herren diese häufig tragen, um ihre Verbundenheit mit der Feuerwehr zu zeigen.

Herr Bethune betonte anschließend, wie wichtig ihm dieses Projekt war. „Einem jungen Menschen und seinen Eltern in dieser schweren Situation wieder eine gewisse Mobilität zu ermöglichen, das geht einem doch zu Herzen und ist schon etwas ganz Besonderes“.

Das Ehepaar Kuhn bedankte sich sichtlich berührt bei allen Beteiligten.

Abschließend überreichte Wehrführer Jürgen Jensen Marvin einen Feuerwehr-Teddybären für das neue Fahrzeug, damit die Feuerwehr auch künftig bei jeder Fahrt dabei ist.

Die Bilder lassen sich durch Anklicken vergrößern.

© Text Heidi Petersen, Fotos Rainer Ueth


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