Freiwillige Feuerwehr Husum
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Dieses Projekt ist etwas ganz Besonderes

21.07.2017 - Husum

Es war ein ganz besonderer und teils emotionaler Akt: Die Übergabe des behindertengerechten Fahrzeugs an den verunfallten Jugendfeuerwehrkameraden Marvin Kuhn und seine Eltern. Möglich gemacht hatten dies unzählige Spenden im Rahmen eines Crowdfunding-Projektes der Husumer Volksbank.


      Sven Bethune vom Rotary-Club Husum übergibt
         Sönke Kuhn offiziell die Fahrzeugpapiere

Doch von Anfang an: Im Mai 2016 hatte der damals 16-jährige Marvin, ein Mitglied der Jugendfeuerwehr Husum, einen schweren Verkehrsunfall mit seinem Motorroller. Durch das dabei erlittene Schädel-Hirn-Trauma lag der junge Kamerad über fünf Monate im Koma. Kurz nach seinem 17. Geburtstag wurde er von den Ärzten in der Fachklinik für Neurologie in Geesthacht für wach erklärt.

Damit begann ein langer, oftmals schwerer und noch andauernder Genesungsprozess für Marvin, wobei ihn seine Eltern unermüdlich unterstützen. Er musste fast alles - wie selbst schlucken und sprechen - neu lernen und hat bereits große Fortschritte erzielt. Seine Mutter gab ihre Berufstätigkeit auf, um rund um die Uhr für ihn da zu sein. Bald soll Marvin dauerhaft aus dem Rehabilitationszentrum in Geesthacht nach Hause zurückkehren. Hierfür ist die Familie bereits in eine neue, ebenerdige Wohnung umgezogen. Viele Hilfsmittel, die Marvin das Leben erleichtern, werden zwar zu einem großen Teil von der Krankenkasse übernommen, auf vielen Kosten bleiben die Kuhns aber selbst sitzen.

Ein wichtiger Punkt, der große Sorge bereitete, war die erforderliche Mobilität. Nötig war ein größeres Fahrzeug, um Marvin mit seinem Rollstuhl transportieren zu können. Hier kam Nadine Christer ins Spiel. Sie lernte die Familie Kuhn in der Einrichtung in Geesthacht kennen, wo auch ihr Sohn Maximilian behandelt wird. Zwischen den beiden Müttern entwickelte sich bald eine enge Bindung und in Frau Christer reifte der Wunsch heran, hier zu helfen. Nach vielen Überlegungen und Gesprächen nahm Frau Christer Kontakt zum Rotary-Club in Husum auf und eine beispiellose Spendenaktion nahm ihren Lauf.


                   Nadine Christer (li) und Sandra Kuhn
                     lernten sich in Geesthacht kennen

Über die Crowdfunding-Plattform der Husumer Volksbank wurde durch den Rotary-Club ein Projekt gestartet, mit dessen Hilfe ein neuwertiger Caddy mit Heckausschnitt und Auffahrrampe beschafft werden sollte. Kostenpunkt: 29.990 EUR.

Die Feuerwehr und die Jugendfeuerwehr Husum unterstützten dieses Projekt u.a. durch das vielfache Verbreiten in den sozialen Medien. Nach und nach – auch unterstützt durch die örtliche Presse - nahm die Aktion Fahrt auf und Anfang Juni konnte Familie Kuhn aufatmen: Die erforderliche Spendensumme war zusammengekommen und wurde bis zum Ende der Spendenaktion sogar überschritten.

Am vergangenen Freitag den 21. Juli 2017 konnte das Fahrzeug im Rahmen einer kleinen Feier auf der Feuerwache Husum im Beisein von Marvin offiziell an die Familie übergeben werden. Herr Sven Bethune, Präsident des Rotary-Clubs Husum, übergab die Fahrzeugpapiere und Schlüssel im Beisein zahlreicher Gäste seitens der Rotarier, der Feuerwehr, der Volksbank, Vertretern der Presse sowie Freunden der Familie, mit dabei natürlich die Initiatorin Nadine Christer.

Ein weiterer finanzieller Zuschuss wurde überreicht durch Herrn Thomas Quint, den Leiter der „Flaming-Stars Schleswig-Holstein“, sowie durch den Kameraden Christoph Lund, den Kreisbeauftragten für Nordfriesland. Die Feuerwehr-Biker hatten die Erlöse aus ihrer diesjährigen Spendenaktion in Höhe von 522,00 EUR ebenfalls Marvin zukommen lassen. Denn es war klar: Neben dem nun angeschafften Fahrzeug sind noch zahlreiche weitere „Löcher zu stopfen“.

Gemeindewehrführer Jürgen Jensen zeigte sich sehr beeindruckt durch die große Solidarität und Unterstützung so vieler Mitmenschen, die durch ihre Spenden dazu beigetragen haben, dieses finanziell sehr anspruchsvolle Projekt zu stemmen. Wie viele andere hatte er zu Beginn der Aktion aufgrund der Größenordnung nicht recht an einen Erfolg zu hoffen gewagt.

Er bedankte sich bei allen Beteiligten und überreichte als kleines symbolisches Dankeschön an Nadine Christer und an die Ansprechpartnerin für das Crowdfunding bei der Volksbank, Frau Patricia Sönksen, eine Anstecknadel mit der Jugendflamme. Diese – eigentlich ein Leistungsabzeichen der Jugendfeuerwehren – sollte hier verdeutlichen, dass Menschen auch für eine gute Sache „brennen“ können und sich selbstlos für andere einsetzen.

Herrn Bethune und Herrn Thoroe von den Rotariern, sowie Herrn Retzlaff – Bereichsleiter Privatkunden bei der Husumer Volksbank - überreichte er eine Feuerwehr-Krawattennadel verbunden mit der Hoffnung, dass die Herren diese häufig tragen, um ihre Verbundenheit mit der Feuerwehr zu zeigen.

Herr Bethune betonte anschließend, wie wichtig ihm dieses Projekt war. „Einem jungen Menschen und seinen Eltern in dieser schweren Situation wieder eine gewisse Mobilität zu ermöglichen, das geht einem doch zu Herzen und ist schon etwas ganz Besonderes“.

Das Ehepaar Kuhn bedankte sich sichtlich berührt bei allen Beteiligten.

Abschließend überreichte Wehrführer Jürgen Jensen Marvin einen Feuerwehr-Teddybären für das neue Fahrzeug, damit die Feuerwehr auch künftig bei jeder Fahrt dabei ist.

Die Bilder lassen sich durch Anklicken vergrößern.

© Text Heidi Petersen, Fotos Rainer Ueth


Training im Brandübungscontainer schafft Sicherheit

20.07.2017

Flashover im ContainerEine der anspruchsvollsten Aufgaben der Feuerwehren ist die Brandbekämpfung im Innenangriff unter umluftunabhängigem Atemschutz. In den vergangenen Wochen hatten insgesamt 22 Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr Husum die Gelegenheit, diese in verschiedenen Brandübungscontainern intensiv zu üben.

Den Anfang machte eine Gruppe am 24.06.2017 in Rendsburg. Hier waren 9 Kameraden bzw. eine Kameradin angereist, darunter neben diversen Einsatzkräften auch drei Führungskräfte.

Nach der Sicherheitsunterweisung und einem theoretischen Ausbildungsteil folgte die Praxis. Diese war in drei Abschnitte unterteilt, welche von den Teilnehmern abgearbeitet wurden.

So wurde das Öffnen einer Brandraumtür mit den entsprechenden Verhaltensweisen geübt. Ein weiterer Abschnitt behandelte die Löschtechnik beim Vorgehen des Trupps im Seitenkriechgang in einen Brandraum und im Falle einer Rauchgasdurchzündung.

Schließlich folgte das Training im eigentlichen Brandcontainer, einer gasbetriebenen Brandsimulationsanlage. Dieser wird über eine Treppe vom Containerdach betreten und ist in zwei Räume mit mehreren „Brandstellen“ unterteilt. Lerninhalte hier waren das sichere Eindringen in den Brandraum, der korrekte Einsatz der Löschmittel, das Erkennen möglicher Gefahren und die sichere Anwendung der Löschtechniken. Simuliert wurde neben diversen „kleineren“ Bränden auch ein „Flashover“.

Die vorgehenden Trupps wurden hierbei aus dem Leitstand durch einen Ausbilder überwacht, zudem beinhaltet die Anlage umfangreiche Sicherheitssysteme und ein Rettungstrupp stand jederzeit vor dem Container bereit. So konnten diese wichtigen Inhalte der „heißen Ausbildung“ weitgehend gefahrlos geübt werden.

Unsere Kameraden nutzen diese Übung zudem, um erstmalig die neuen Digitalhandfunkgeräte mit den Schädeldeckenmikrofonen unter Atemschutz zu testen.

Am 29.06.2017 fuhr eine weitere Gruppe zur Landesfeuerwehrschule nach Harrislee. Dort wurde ein vergleichbares Training durchlaufen, jedoch hier in einem holzbefeuerten Brandübungscontainer. Auch hier konnten die Kameraden wertvolle Tipps und Erfahrungen für den Echtbetrieb sammeln.

Diese Ausbildung wurde am vergangenen Wochenende (15./16.07.2017) abgerundet durch zwei Ausbildungstage beim Kreisfeuerwehrverband Nordfriesland. Dieser hatte in Husum ein Praxisseminar mit einem ebenfalls gasbetriebenen Brandübungscontainer angeboten. Hier stellten sich zahlreiche Kameradinnen und Kameraden aus dem Kreisgebiet – auch wieder eine Abordnung aus Husum – der „heißen“ Herausforderung.

Zahlreiche Ausbilder sowie das DRK (Ortsverein Husum) unterstützten dieses Training, der Löschzug Gefahrgut Nordfriesland stellte hierfür ein Duschzelt zur Verfügung.

In der Feuerwehr Husum ist man sich einig, dass diese „heiße Ausbildung“ ein wichtiger Baustein in der ständigen Ausbildung für die Atemschutzgeräteträger ist und regelmäßig wiederholt werden wird.


Abnahme Leistungsspange der Jugendfeuerwehr Husum in Preetz

20.07.2017

Am vergangenen Samstag machten sich erneut einige Mitglieder der Jugendfeuerwehr Husum auf den Weg, um zur Abnahme der Leistungsspange – die höchste Auszeichnung für einen Jugendfeuerwehrangehörigen – anzutreten.

Dieses Wochenende ging es für die sieben Jugendlichen aus Husum nach Preetz. Auch diesmal wurde die Gruppe ergänzt durch Mitglieder aus den Jugendfeuerwehren Bohmstedt und Lütjenholm. Die Kameradinnen und Kameraden aus den verschiedenen Jugendfeuerwehren hatten sich seit Monaten regelmäßig getroffen, um gemeinsam für diese Leistungsprüfung zu trainieren und anzutreten.

Geprüft wurde in den fünf Kategorien Kugelstoßen, Schnelligkeitsübung, Staffellauf, Aufbau eines Löschangriffs sowie Theoriefragen, wobei die Gemeinschaftsleistung der Gruppe gewertet wird. Insgesamt traten an diesem Wochenende 17 Mannschaften an.

Zwei Kameradinnen aus Husum konnten nach erfolgreich bestandenen Prüfungen die hohe Auszeichnung  – quasi den Gesellenbrief - verdient mit nach Hause nehmen.

Die anderen fünf Kameraden hatten die Leistungsspange bereits früher erworben, waren jedoch als Unterstützung dabei, um im Falle einer Verletzung für einen jemanden einzuspringen oder unvollständige Gruppen zu vervollständigen. Auch hier zeigt sich wieder der hohe Stellenwert der Kameradschaft unter den Jugendlichen.


Trauer um Christian Meves

07.07.2017 - Husum

 


Abnahme Leistungsspange der Jugendfeuerwehr Husum auf Sylt

10.06.2017 - Sylt

Am Samstag den 10. Juni 2017 machten sich fünf Kameraden der Jugendfeuerwehr Husum mit einigen Ausbildern auf den Weg nach Sylt, um dort bei bestem Sommerwetter zur Abnahme der Leistungsspange anzutreten.

vl.l. Marten Vogler (Ausbilder),
Philipp Liborius, Lasse Paysen,
Clara Hempel, Jan Ole Peters,
Jan Behrendsen

Die Leistungsspange ist die höchste Auszeichnung, die ein Jugendfeuerwehrangehöriger innerhalb der Deutschen Jugendfeuerwehr erreichen kann. Die Leistungsbewertung erstreckt sich u.a. auf eine gute persönliche Haltung und geschlossenes Auftreten in der Gruppe, Schnelligkeit, Ausdauer, Stärke und ein gutes feuerwehrtechnisches und allgemeines Wissen.

Geprüft wird somit in den fünf Kategorien Kugelstoßen, Schnelligkeitsübung, Staffellauf, Aufbau eines Löschangriffs sowie Theoriefragen, wobei die Gemeinschaftsleistung der Gruppe gewertet wird. Wer die Vorgaben in nur einer Kategorie nicht erfüllt, ist durchgefallen und muss die Prüfung wiederholen.

Insgesamt nahmen 15 Mannschaften – die meisten aus dem Kreis Nordfriesland – teil. Da Kameradschaft nicht nur innerhalb der eigenen Jugendfeuerwehr großgeschrieben wird, traten unsere sechs Jugendlichen zusammen mit Kameraden der Jugendfeuerwehren Bohmstedt und Lütjenholm zu dieser Leistungsprüfung an. Bereits seit März diesen Jahres hatte man sich hierfür regelmäßig auf dem BGS-Gelände in Bredstedt zu gemeinsamen Trainingseinheiten getroffen.

Die gute Ausbildung und Vorbereitung zahlte sich aus, alle Disziplinen wurden auf Anhieb bestanden. Nach Verleihung der Auszeichnung konnten die Jugendlichen bei „Spezialitäten vom Grill“ ihre Kontakte zu anderen Jugendfeuerwehrkameraden vertiefen, bevor es zurück aufs Festland und nach Hause ging.

 


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